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Geschenkidee6 Minuten Lesezeit

Sieben Erlebnisgeschenke für Musikliebhaber, die keine Kopfhörer sind

Der Kopfhörer ist schon da. Die Box auch. Und die Platte kennt er längst.

Wer Musik liebt, hat die Dinge meistens schon. Was fehlt, ist selten Ausrüstung, sondern ein Anlass. Sieben Erlebnisse, die das lösen – sechs davon habe nicht ich im Angebot, eines schon. Welches das ist, steht am Ende.

  • Ideensieben
  • Preisspanneab etwa 30 Euro
  • Gemeinsam nutzbarfünf von sieben
  • Ohne Versandvier von sieben

Steckbrief

Art
Erlebnisse statt Gegenstände
Anzahl
sieben Vorschläge
Preisspanne
ab etwa 30 Euro
Ort
unterschiedlich

„Wer alles besitzt, dem kann man schwer etwas kaufen – aber leicht etwas ermöglichen.“

Aus diesem Artikel

In diesem Artikel

  1. 01Warum Ausrüstung selten die Lösung ist
  2. 02Fünf Ideen, die es überall gibt
  3. 03Zwei Ideen für Fortgeschrittene
  4. 04Und der siebte Vorschlag
  5. 05Häufig gefragt

01Warum Ausrüstung selten die Lösung ist

Drei Geschenke und eine Schallplatte nebeneinander, im Flat-Icon-Stil der Seite.
Das Problem bei Musikfans: Die Dinge sind meistens schon da.

Bei Menschen, die Musik ernst nehmen, endet die Geschenksuche fast immer an derselben Stelle. Kopfhörer? Vorhanden, und vermutlich bessere als die, die man kaufen würde. Bluetooth-Box? Auch da. Eine Platte? Entweder kennt er sie schon, oder sie trifft den Geschmack nicht – und gerade bei Sammlern ist das Risiko hoch, dass genau diese Pressung schon im Regal steht.

Das liegt nicht am Budget. Es liegt daran, dass ein Gegenstand immer mit dem konkurriert, was schon da ist. Ein Erlebnis nicht. Deshalb sind die folgenden sieben Vorschläge alle keine Dinge, sondern Gelegenheiten.

02Fünf Ideen, die es überall gibt

1. Eine Konzertreise statt einer Konzertkarte. Der Unterschied ist die Übernachtung. Eine Karte für einen Abend im eigenen Ort ist ein netter Abend; dieselbe Band in einer anderen Stadt, mit Hotel und einem freien Tag drumherum, ist eine Reise. Kostet mehr, bleibt aber deutlich länger in Erinnerung. Funktioniert besonders gut, wenn man mitfährt.

2. Beratung im Plattenladen, mit Budget. Statt selbst zu raten, welche Platte fehlt: ein Umschlag mit einem Betrag und der Verabredung, gemeinsam in einen guten Laden zu gehen. Der Reiz liegt nicht am Einkauf, sondern an der Stunde davor, in der jemand vom Fach erzählt, warum diese und nicht jene Pressung. Ab etwa 30 bis 50 Euro machbar.

3. Eine Führung durch ein Tonstudio. Viele Studios bieten Besichtigungen an, manche auch für Einzelpersonen. Wer sein Leben lang Musik gehört hat, sieht dort zum ersten Mal, wo sie entsteht – und versteht danach beim Hören mehr. Meist ab rund 100 Euro, mancherorts auch als Gruppenangebot günstiger.

4. Eine Instrumentenstunde, ohne Fortsetzungspflicht. Nicht als Kursbeginn, sondern als einmaliger Nachmittag: eine Stunde Schlagzeug, Kontrabass oder Theremin, einfach um es einmal angefasst zu haben. Zwischen 40 und 80 Euro, und für viele der erste Kontakt mit einem Instrument seit der Schulzeit.

5. Ein Abend in einer Listening Bar. In größeren Städten gibt es inzwischen Bars, in denen Alben in voller Länge über eine gute Anlage laufen und nicht geredet wird. Wer so etwas noch nicht kennt, erlebt dort zum ersten Mal, wie anders Musik klingt, wenn sie nicht nebenbei läuft. Kostet kaum mehr als ein normaler Abend.

03Zwei Ideen für Fortgeschrittene

6. Eine Aufnahme der eigenen Stimme. Für Menschen, die nie selbst Musik gemacht haben, aber ihr Leben lang zugehört haben: ein Termin in einem kleinen Studio, in dem ein Lied aufgenommen wird, das etwas bedeutet. Das Ergebnis ist selten druckreif und genau deshalb wertvoll.

7. Ein Album, das nachträglich eine Geschichte bekommt. Wenn eine Platte im Regal steht, zu der es eine Geschichte gibt – das erste Konzert, die WG-Zeit, eine Reise –, kann man die Geschichte aufschreiben, ausdrucken und in die Hülle legen. Kostet nichts außer einem Abend Nachdenken, und wird oft das Geschenk, über das später noch geredet wird.

Nebenbei bemerkt

Was diese sieben gemeinsam haben

Keiner der Vorschläge lässt sich einpacken, und keiner steht danach im Regal. Fünf davon funktionieren zu zweit oder in kleiner Runde besser als allein – was kein Zufall ist: Das Angenehme an Musik ist selten die Musik allein, sondern dass jemand dabei ist, der sie genauso ernst nimmt.

04Und der siebte Vorschlag

Der letzte ist der, den ich selbst anbiete, deshalb steht er am Schluss und nicht am Anfang: ein Hörabend zu Hause. Ich bringe eine Bandmaschine aus den Siebzigern, einen Verstärker und zwei Paar Lautsprecher mit, überspiele vorher ein Album nach Wahl auf Band, und dann läuft es einmal ganz durch. Keine Handys, kein Skip, kein zweites Album danach. Rund 120 Minuten.

Für wen das passt: für Menschen, die genug Technik besitzen, aber selten die Gelegenheit haben, sie wirklich zu nutzen. Für wen nicht: für alle, die Musik lieber nebenbei hören – das ist hier ausdrücklich nicht vorgesehen.

Als Geschenk gibt es einen Gutschein, der weder Termin noch Album festlegt, drei Jahre gültig. Wie das genau abläuft, steht in einem eigenen Artikel; welche Alben sich eignen, in der Albumübersicht.

05Häufig gefragt

Welches Erlebnisgeschenk eignet sich für jemanden, der schon alles hat?

Alles, was nicht nach Hause getragen werden muss: eine Konzertreise, eine Studioführung, eine Plattenladen-Beratung oder ein Abend, an dem jemand anders die Technik mitbringt. Gegenstände konkurrieren mit dem, was schon da ist; Erlebnisse nicht.

Was kosten Erlebnisgeschenke für Musikliebhaber ungefähr?

Die Spanne ist groß. Eine Plattenladen-Beratung mit Budget beginnt bei etwa 30 bis 50 Euro, eine Instrumentenstunde bei 40 bis 80 Euro, eine Studioführung bei rund 100 Euro. Konzertreisen und ein privater Hörabend liegen deutlich darüber.

Kann man Erlebnisgeschenke auch zu zweit nutzen?

Meistens ja, und oft ist genau das der Punkt: Fünf der sieben Vorschläge funktionieren zu zweit oder in kleiner Runde besser als allein.

Den siebten Vorschlag verschenken

Ein ganzes Album vom Tonband, bei der beschenkten Person zu Hause. Rund 120 Minuten, Album nach Wahl, auch als Gutschein mit drei Jahren Gültigkeit.

Gutschein ansehen →

Wie das Verschenken genau abläuft, steht in Hörabend verschenken: So läuft es ab.

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