Musik Ungestört – ungestört & analog Termin anfragen

Künstlerporträt

Peter Fox

Der rothaarige Seeed-Sänger, der Berlin mit einem Soloalbum ein Denkmal setzte – mit Hip-Hop-Beats, Trommeln und einem Filmorchester.

Peter Fox ist mit Seeed groß geworden, einer Berliner Band, die Reggae und Dancehall nach Deutschland brachte und mit deutschen Texten verband. Sein erstes Soloalbum Stadtaffe von 2008 war ein Porträt seiner Stadt, laut, liebevoll und selbstkritisch, und wurde eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Alben seiner Zeit. Danach kehrte er zu Seeed zurück, statt eine Solokarriere daraus zu machen. Erst 14 Jahre später meldete er sich allein zurück, wieder mit großem Erfolg.

In diesem Porträt

  1. 01West-Berlin 1971–1998
  2. 02Seeed 1998–2007
  3. 03Stadtaffe 2008–2009
  4. 04Zurück zu Seeed 2009–2021
  5. 05Love Songs 2022–heute

1971–1998

01 West-Berlin

Peter Fox heißt eigentlich Pierre Baigorry und wurde am 3. September 1971 in West-Berlin geboren. Sein Vater war Deutschlehrer, seine Mutter Französin aus dem Baskenland. Er wuchs im Süden Berlins auf.

Als Jugendlicher entdeckte er Hip-Hop und jamaikanische Musik und legte bald selbst als DJ und Sänger auf Partys auf.

1998–2007

02 Seeed

1998 gründete er mit Freunden die Band Seeed, mit drei Sängern und einer großen Bläser- und Rhythmusgruppe. Seinen Künstlernamen bekam er wegen seiner roten Haare. 2001 erschien das erste Album New Dubby Conquerors, darauf „Dickes B“, eine Liebeserklärung an Berlin.

Mit Music Monks und Next! von 2005 wurden Seeed zu einer der gefragtesten Livebands in Deutschland. Ihre Konzerte waren riesige Tanzpartys.

2008–2009

03 Stadtaffe

Cover von Stadtaffe
Stadtaffe · 2008

Für sein Soloalbum arbeitete Peter Fox mit dem Produzententeam The Krauts, DJ Illvibe und David Conen, der auch an den Texten mitschrieb. Die Beats verbanden Hip-Hop und Dancehall mit schweren Trommeln und den Streichern des Deutschen Filmorchesters Babelsberg. Fox nannte das „tanzbare Filmmusik“. „Alles neu“ baut auf einem Motiv aus Schostakowitschs Siebter Sinfonie auf.

Stadtaffe erschien am 26. September 2008. In „Schwarz zu blau“ erzählt er von einer Berliner Nacht bis zum Morgengrauen, in „Haus am See“ träumt er vom Leben, wenn der Trubel vorbei ist. Das Album stand Anfang 2009 auf Platz 1 und verkaufte sich in Deutschland über anderthalb Millionen Mal. Mit „Schwarz zu blau“ gewann er 2009 den Bundesvision Song Contest.

2009–2021

04 Zurück zu Seeed

Im August 2009 verabschiedete er sich mit zwei großen Abschiedskonzerten von der Solobühne und kündigte an, zu Seeed zurückzukehren.

2012 erschien das Album Seeed, 2019 folgte BAM BAM. Dazwischen starb 2018 Demba Nabé, einer der drei Sänger der Band.

2022–heute

05 Love Songs

Im Oktober 2022 meldete sich Peter Fox mit „Zukunft Pink“ zurück, einem Song mit der Sängerin Inéz über Zuversicht in schwierigen Zeiten. Er wurde einer der großen Hits des Jahres.

Im Mai 2023 folgte das zweite Soloalbum Love Songs, das in Deutschland auf Platz 1 kam. Stadtaffe bleibt aber das Album, mit dem man ihn verbindet.

Hörtipp

Stadtaffe ist ein Album für den Beginn eines Abends, der noch lang werden soll – am besten laut, mit Menschen, die Berlin kennen oder es kennenlernen wollen. Zur Album-Story →

Das Album bei Musik Ungestört

Weiterhören

Peter Fox gemeinsam hören

Ein Album am Stück, vom Tonband, ohne Ablenkung – bei Ihnen vor Ort. Sagen Sie mir einfach, welches Album es sein soll.

Termin anfragen →

Ihnen ist ein Fehler in diesem Text aufgefallen? Melden Sie es mir – ich freue mich über jeden Hinweis.

← Alle Künstler · Alle Alben