Künstlerporträt
Billie Eilish
Eine Sängerin, die mit ihrem Bruder im Kinderzimmer begann und mit leiser Stimme die Popmusik ihrer Generation geprägt hat.
Billie Eilish singt oft so leise, als stünde sie direkt neben einem. Zusammen mit ihrem älteren Bruder Finneas, der alle ihre Alben produziert, hat sie gezeigt, dass große Popmusik nicht in teuren Studios entstehen muss. Ihre Songs sind dunkel und verletzlich, manchmal verspielt und oft überraschend in ihren Wendungen. Schon mit 18 Jahren hatte sie gewonnen, was man im Pop gewinnen kann – und machte danach trotzdem immer persönlichere Musik.
In diesem Porträt
2001–2016
01 Los Angeles
Billie Eilish wurde am 18. Dezember 2001 in Los Angeles geboren. Sie und ihr Bruder wurden zu Hause unterrichtet, in einer Familie, in der viel gesungen und musiziert wurde. Als Kind sang sie in einem Kinderchor in Los Angeles.
Ihr Bruder Finneas hatte „Ocean Eyes“ eigentlich für seine eigene Band geschrieben, fand dann aber, dass es besser zu ihrer Stimme passte. Ende 2015 luden die beiden den Song im Internet hoch, und innerhalb weniger Wochen hörten ihn Hunderttausende. Kurz darauf hatte sie einen Plattenvertrag.
2017–2020
02 Durchbruch
2017 erschien die EP Don’t Smile at Me. Das erste Album, When We All Fall Asleep, Where Do We Go?, entstand im Schlafzimmer von Finneas im Elternhaus und kam im März 2019 heraus. Mit „Bad Guy“ hatte sie einen Nummer-eins-Hit in den USA, als erste Künstlerin, die im 21. Jahrhundert geboren wurde.
Bei den Grammys im Januar 2020 gewann sie mit 18 Jahren in allen vier Hauptkategorien – als jüngster Mensch überhaupt. Im selben Jahr erschien ihr Titelsong zum James-Bond-Film Keine Zeit zu sterben.
2021–2023
03 Happier Than Ever
Das zweite Album Happier Than Ever erschien 2021 und klang erwachsener, mit Anklängen an Jazz und alte Balladen. 2022 bekam sie für den Bond-Song ihren ersten Oscar.
Für den Film Barbie schrieb sie mit Finneas die stille Ballade „What Was I Made For?“, die 2024 den Oscar und den Grammy als Song des Jahres gewann.
2024
04 Hit Me Hard and Soft
Hit Me Hard and Soft entstand zwischen Herbst 2022 und Anfang 2024, wieder nur mit Finneas als Koautor und Produzent. Das Album erschien am 17. Mai 2024 ohne vorab veröffentlichte Singles, weil die zehn Songs als Ganzes gehört werden sollten. Der Titel beschreibt, was es sein will: mal zärtlich, mal wuchtig, oft beides in einem Lied.
Viele Stücke ändern mitten im Lauf ihre Richtung: „L’Amour de ma vie“ beginnt als Jazzballade und endet als Synthiepop, „The Greatest“ baut sich von der Gitarre zu einem großen Ausbruch auf. „Birds of a Feather“ wurde zu einem der meistgehörten Songs des Jahres, „Lunch“ und „Chihiro“ wurden Hits, und die Ballade „Wildflower“ gewann 2026 den Grammy als Song des Jahres.
2024–heute
05 Unterwegs
Mit dem Album ging sie ab Herbst 2024 auf eine große Welttournee. Zusammen mit dem Regisseur James Cameron entstand daraus ein Konzertfilm in 3D, der 2026 in die Kinos kam.
Billie Eilish setzt sich öffentlich für Klimaschutz ein und achtet darauf, dass ihre Konzerte möglichst umweltfreundlich organisiert sind. Musikalisch bleibt sie bei ihrem Prinzip: Alles entsteht im Zwiegespräch mit ihrem Bruder.
Hörtipp
Hit Me Hard and Soft ist ein Album für den späten Abend, mit gedämpftem Licht und guter Anlage – die leisen Stellen sind hier genauso wichtig wie die lauten. Zur Album-Story →
Das Album bei Musik Ungestört
Weiterhören
-
Künstlerporträt
The Beatles
2 Alben auf dieser Seite
Billie Eilish nennt die Beatles als ihre größte musikalische Inspiration.
Zum Porträt → -
Tyler, the Creator
IGOR
2019knapp 40 Minuten
Tyler, the Creator gehört zu den Künstlern, die sie als frühes Vorbild nennt – auch er macht seine Alben als Ganzes, mit überraschenden Wendungen.
Zur Album-Story →
Billie Eilish gemeinsam hören
Ein Album am Stück, vom Tonband, ohne Ablenkung – bei Ihnen vor Ort. Sagen Sie mir einfach, welches Album es sein soll.
Ihnen ist ein Fehler in diesem Text aufgefallen? Melden Sie es mir – ich freue mich über jeden Hinweis.