Künstlerporträt
Sade
Eine Band um die Stimme von Sade Adu, die mit wenigen Alben und viel Ruhe einen eigenen, zeitlosen Soul geschaffen hat.
Sade ist nicht nur der Name der Sängerin, sondern der ganzen Band, die seit den frühen Achtzigern fast unverändert zusammenspielt. Ihre Musik verbindet Soul, Jazz und Pop zu etwas sehr Ruhigem und Elegantem, getragen von Sade Adus warmer, zurückhaltender Stimme. Die Band hat sich nie beeilt: Zwischen den Alben lagen oft acht oder zehn Jahre, und trotzdem wartete das Publikum jedes Mal geduldig. Diamond Life, das Debüt von 1984, legte den Ton fest, der bis heute gilt.
In diesem Porträt
1959–1981
01 Ibadan und Essex
Helen Folasade Adu wurde am 16. Januar 1959 in Ibadan in Nigeria geboren. Mit vier Jahren kam sie mit ihrer Mutter nach England und wuchs in Essex auf, nahe der Küste.
In London studierte sie Modedesign an der Saint Martin’s School of Art. Musik hörte sie viel, Soul vor allem, doch Sängerin zu werden war zunächst nicht ihr Plan.
1982–1983
02 Pride
Sade Adu sang als Background-Sängerin in der Latin-Soul-Band Pride. Mit dem Saxofonisten und Gitarristen Stuart Matthewman und dem Bassisten Paul Denman begann sie eigene Lieder zu schreiben, und 1982 wurde daraus eine eigene Band. Bald kam der Keyboarder Andrew Hale hinzu.
Ihre Auftritte in Londoner Clubs sprachen sich schnell herum. Im Oktober 1983 unterschrieb die Band bei CBS.
1984–1985
03 Diamond Life
Diamond Life wurde in den Power Plant Studios in London aufgenommen, produziert von Robin Millar. Die erste Single „Your Love Is King“ kam Anfang 1984 in die britischen Top Ten. Das Album erschien am 16. Juli 1984: schlanke Arrangements, Saxofon, ein weicher Groove und Songs wie „When Am I Going to Make a Living“, „Hang On to Your Love“ und eine Fassung von Timmy Thomas’ „Why Can’t We Live Together“.
„Smooth Operator“ wurde in den USA ein Top-Five-Hit, und Diamond Life verkaufte sich weltweit viele Millionen Mal. Es gewann 1985 den Brit Award als bestes britisches Album. Im Juli 1985 stand Sade beim Live-Aid-Konzert im Wembley-Stadion auf der Bühne.
1985–1992
04 Promise und Love Deluxe
Schon Ende 1985 folgte Promise mit „The Sweetest Taboo“, 1986 gewann die Band den Grammy als bester neuer Künstler. Stronger Than Pride erschien 1988.
Love Deluxe von 1992 mit „No Ordinary Love“ und „Kiss of Life“ klang noch reduzierter und intensiver. Danach zog sich die Band für acht Jahre zurück.
2000–2011
05 Lange Pausen
Lovers Rock mit „By Your Side“ erschien im Jahr 2000, als hätte es keine Pause gegeben.
Wieder zehn Jahre später kam Soldier of Love heraus und stieg in den USA auf Platz eins ein. Die anschließende Welttournee 2011 war für lange Zeit die letzte der Band.
2012–heute
06 Was bleibt
Seitdem erschienen nur einzelne Lieder, etwa 2018 Songs für die Filme Das Zeiträtsel und Widows. 2024 veröffentlichte Sade Adu das Lied „Young Lion“ auf einer Benefiz-Compilation. Für ihre Verdienste um die Musik wurde sie 2002 mit dem OBE und 2017 mit dem CBE ausgezeichnet.
2026 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame gewählt. Viele Neo-Soul-Künstlerinnen und -Künstler berufen sich auf ihren Klang.
Hörtipp
Diamond Life ist ein Album für den frühen Abend, zum Ankommen mit einem Glas Wein – es drängt sich nie auf und wird beim Zuhören doch immer eindringlicher. Zur Album-Story →
Das Album bei Musik Ungestört
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D'Angelo
Voodoo
2000rund 79 Minuten
D’Angelo gehört zu den Neo-Soul-Musikern, deren ruhiger, warmer Klang an Sade anknüpft.
Zur Album-Story → -
Künstlerporträt
U2
1 Album auf dieser Seite
Sade und U2 standen im Juli 1985 beide beim Live-Aid-Konzert im Londoner Wembley-Stadion auf der Bühne.
Zum Porträt →
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