Künstlerporträt
AC/DC
Drei Akkorde, ein Schuljungen-Gitarrist und ein Rhythmus, der seit fünfzig Jahren kaum von der Stelle weicht – und genau darin liegt die Kraft.
AC/DC hat nie versucht, sich neu zu erfinden. Die Band aus Sydney spielt Rock ’n’ Roll in seiner direktesten Form: riffgetrieben, laut, mit Songs über Nächte, Partys und das Leben unterwegs. Das Fundament legte Rhythmusgitarrist Malcolm Young, darüber tobte sein jüngerer Bruder Angus in Schuluniform. Nach dem Tod ihres ersten Sängers Bon Scott nahm die Band mit dessen Nachfolger eines der meistverkauften Alben überhaupt auf.
In diesem Porträt
1973–1974
01 Sydney
Die Brüder Malcolm und Angus Young, in Schottland geboren und als Kinder nach Australien ausgewandert, gründeten AC/DC im November 1973 in Sydney. Ihr älterer Bruder George Young hatte mit den Easybeats schon Erfolge gefeiert und wurde zusammen mit Harry Vanda Produzent der Band.
Angus trat bald in seiner alten Schuluniform auf, eine Idee, die zum Markenzeichen wurde. 1974 kam der Sänger Bon Scott dazu, der mit seiner rauen Stimme und seinem Witz die Band prägte.
1975–1979
02 Bon Scott
Die ersten Alben erschienen in Australien, bald zog die Band nach London und spielte sich durch die Clubs. Let There Be Rock von 1977 zeigte AC/DC auf dem Weg zur großen Liveband, im selben Jahr kam Cliff Williams als Bassist.
Mit dem Produzenten Robert John „Mutt“ Lange nahm die Band 1979 Highway to Hell auf. Der Klang wurde klarer und druckvoller, das Album brachte den Durchbruch in Amerika.
1980
03 Back in Black
Im Februar 1980 starb Bon Scott in London, mit 33 Jahren. Die Band überlegte kurz, aufzuhören, entschied sich aber weiterzumachen und fand in Brian Johnson aus der Gegend von Newcastle einen neuen Sänger. Im April und Mai nahm sie mit Mutt Lange in den Compass Point Studios auf den Bahamas das neue Album auf, mit Phil Rudd am Schlagzeug.
Back in Black erschien im Juli 1980, das komplett schwarze Cover als Zeichen der Trauer um Scott. Das Album beginnt mit dem Schlag einer schweren Glocke in „Hells Bells“, es folgen „Shoot to Thrill“, „You Shook Me All Night Long“, der Titelsong und „Rock and Roll Ain’t Noise Pollution“. Es wurde weltweit zu einem der meistverkauften Alben der Musikgeschichte.
1981–2008
04 Stadionjahre
For Those About to Rock folgte 1981 und war das erste Album der Band an der Spitze der US-Charts. Nach einer schwächeren Phase gelang 1990 mit The Razors Edge und „Thunderstruck“ ein großes Comeback.
2003 wurde AC/DC in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Black Ice erreichte 2008 in vielen Ländern Platz eins, die folgende Welttournee gehörte zu den erfolgreichsten ihrer Zeit.
2014–heute
05 Was bleibt
Malcolm Young musste die Band 2014 wegen einer Demenzerkrankung verlassen, sein Neffe Stevie Young übernahm die Rhythmusgitarre. Malcolm starb im November 2017, wenige Wochen nach seinem Bruder George.
Als Brian Johnson 2016 wegen Hörproblemen pausieren musste, sprang Axl Rose von Guns N’ Roses als Sänger ein. 2020 erschien Power Up, mit Johnson, Williams und Rudd wieder an Bord – ein Album, das Angus als Hommage an Malcolm verstand.
Hörtipp
Back in Black passt an den Anfang eines langen Abends, wenn die Stimmung steigen soll – nach dem ersten Glockenschlag sitzt selten noch jemand still. Zur Album-Story →
Das Album bei Musik Ungestört
Weiterhören
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Guns N' Roses
Appetite for Destruction
1987rund 53 Minuten
Axl Rose, Sänger von Guns N’ Roses, übernahm 2016 den Gesang bei AC/DC, als Brian Johnson die Tournee abbrechen musste.
Zur Album-Story → -
Judas Priest
British Steel
1980rund 36 Minuten
Judas Priest veröffentlichte British Steel im April 1980, wenige Monate vor Back in Black – beide Alben stehen für den kompakten, druckvollen Hardrock dieses Jahres.
Zur Album-Story →
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