Künstlerporträt
Björk
Eine Künstlerin aus Reykjavík, die Pop, Elektronik und Orchester so verbindet, dass es klingt wie eine eigene Naturgewalt.
Björk ist schwer einzuordnen, und genau das ist ihre Stärke. Sie kommt aus der Punkszene Islands, hat mit Elektronikproduzenten, Streichern, Chören und Naturforschern gearbeitet und jedes Album zu einer eigenen Welt gemacht. Ihre Stimme kann flüstern und im nächsten Moment explodieren. Sie ist eine der wenigen Popkünstlerinnen, deren Werk in großen Kunstmuseen ausgestellt wurde.
In diesem Porträt
1965–1986
01 Reykjavík
Björk Guðmundsdóttir wurde am 21. November 1965 in Reykjavík geboren. Sie lernte Flöte und Klavier und nahm mit elf Jahren ihr erstes Album auf, mit isländischen Kinderliedern und Coverversionen.
Als Teenager sang sie in Punkbands wie Tappi Tíkarrass und Kukl und wurde Teil einer kleinen, sehr lebendigen Szene in Reykjavík.
1986–1992
02 The Sugarcubes
1986 gründete sie mit Freunden die Sugarcubes. Die Single „Birthday“ machte die Band 1987 in Großbritannien und den USA bekannt. Island war damit zum ersten Mal auf der Landkarte der Popmusik.
Nach drei Alben löste sich die Gruppe 1992 auf. Björk zog nach London, wo sie mitten in der Clubszene der frühen Neunziger landete.
1993–1996
03 Debut und Post
Ihr erstes internationales Soloalbum hieß 1993 schlicht Debut, produziert von Nellee Hooper. Es verband Pop mit House, Jazz und exotischen Instrumenten.
Post von 1995 war noch wilder: von hartem Techno bis zu „It’s Oh So Quiet“, einer Big-Band-Nummer aus den Fünfzigern. Björk war nun ein Star.
1997
04 Homogenic
Für Homogenic zog sie sich nach Spanien zurück und wollte ein Album über Island machen: schwere, vulkanische Beats und darüber Streicher, gespielt von einem isländischen Streichoktett. Einer der Produzenten war Mark Bell, sonst Teil des britischen Elektronikduos LFO.
Stücke wie „Jóga“ und „Bachelorette“ sind groß, dramatisch und doch genau durchdacht. Das Video zu „All Is Full of Love“ mit zwei sich küssenden Robotern von Chris Cunningham gehört zu den bekanntesten Musikvideos überhaupt.
2000–2015
05 Neue Welten
Im Film Dancer in the Dark von Lars von Trier spielte sie im Jahr 2000 die Hauptrolle und wurde in Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet.
Danach folgte ein Album nach dem anderen mit neuem Konzept: das leise Vespertine, das fast nur aus Stimmen gebaute Medúlla, das als App veröffentlichte Biophilia über Natur und Musik.
2015–heute
06 Heute
2015 widmete ihr das Museum of Modern Art in New York eine große Ausstellung.
Björk veröffentlicht weiter Alben und entwickelt aufwendige Bühnenshows. Viele jüngere Musikerinnen zwischen Pop und Avantgarde berufen sich auf sie.
Hörtipp
Homogenic wirkt am stärksten laut und im Dunkeln: Die tiefen Beats und die Streicher brauchen eine Anlage mit Kraft. Zur Album-Story →
Das Album bei Musik Ungestört
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Künstlerporträt
Radiohead
3 Alben auf dieser Seite
Thom Yorke von Radiohead sang mit Björk das Duett „I’ve Seen It All“ aus Dancer in the Dark.
Zum Porträt → -
Massive Attack
Mezzanine
1998rund 63 Minuten
Nellee Hooper, Produzent ihrer ersten Soloalben, kam aus dem Bristoler Umfeld, aus dem auch Massive Attack hervorgingen.
Zur Album-Story →
Björk gemeinsam hören
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