Musik Ungestört – ungestört & analog Termin anfragen

Künstlerporträt

Chic

Die Band um Nile Rodgers und Bernard Edwards, die Disco elegant machte und mit einer einzigen Basslinie den Hip-Hop anstieß.

Chic war die eleganteste Band der Disco-Zeit. Im Zentrum standen zwei Musiker aus New York: Nile Rodgers mit seiner hellen, federnden Rhythmusgitarre und Bernard Edwards mit Basslinien, die man nicht mehr vergisst. Dazu kamen der Schlagzeuger Tony Thompson, Streicher und die Stimmen von Alfa Anderson und Luci Martin. „Le Freak“ und „Good Times“ füllten die Tanzflächen, und als Produzenten schrieben Rodgers und Edwards Hits für Sister Sledge und Diana Ross.

In diesem Porträt

  1. 01Big Apple Band 1970–1976
  2. 02Le Freak 1977–1978
  3. 03Risqué 1979
  4. 04Hitfabrik 1979–1983
  5. 05Wiedervereinigung 1990–2003
  6. 06Was bleibt 2013–heute

1970–1976

01 Big Apple Band

Nile Rodgers und Bernard Edwards lernten sich Anfang der Siebziger in New York kennen. Beide hatten Erfahrung als Begleitmusiker und spielten zusammen in verschiedenen Bands, zuletzt als The Big Apple Band.

Sie wollten eine Band wie Roxy Music, nur mit Soul und Funk: stilvoll, mit festem Image, mit Musik zum Tanzen, die trotzdem genau gebaut ist. Mit Tony Thompson am Schlagzeug fanden sie den passenden Dritten.

1977–1978

02 Le Freak

Unter dem neuen Namen Chic erschien 1977 die erste Single „Dance, Dance, Dance (Yowsah, Yowsah, Yowsah)“, ein Hit bei Atlantic Records.

An Silvester 1977 wurden Rodgers und Edwards an der Tür des Studio 54 abgewiesen, obwohl Grace Jones sie eingeladen hatte. Aus dem Ärger wurde ein Song: „Le Freak“ erschien 1978 auf dem Album C’est Chic, stand an der Spitze der US-Charts und wurde die meistverkaufte Single in der Geschichte von Atlantic.

1979

03 Risqué

Cover von Risqué
Risqué · 1979

Risqué wurde 1978 und 1979 im Power Station in New York aufgenommen, produziert von Rodgers und Edwards. Alfa Anderson und Luci Martin sangen die Hauptstimmen, dazu kamen Bläser und Streicher. Das Album erschien am 30. Juli 1979 mit nur sieben Stücken, darunter „Good Times“, „My Forbidden Lover“ und „My Feet Keep Dancing“.

„Good Times“ wurde im Sommer 1979 ein Nummer-eins-Hit. Hinter der beschwingten Oberfläche liegt eine Anspielung auf die Lieder der Wirtschaftskrise der Dreißiger. Noch im selben Jahr baute die Sugarhill Gang ihr „Rapper’s Delight“ auf der Musik von „Good Times“ auf, einer der ersten Rap-Hits überhaupt.

1979–1983

04 Hitfabrik

Parallel schrieben und produzierten Rodgers und Edwards für andere: 1979 das Album We Are Family von Sister Sledge, 1980 Diana für Diana Ross mit „Upside Down“ und „I’m Coming Out“.

Nach der Anti-Disco-Welle von 1979 blieben die großen Chic-Erfolge aus, Anfang der Achtziger trennte sich die Band. Rodgers produzierte nun Let’s Dance für David Bowie, Edwards später Robert Palmer.

1990–2003

05 Wiedervereinigung

1990 fanden Rodgers und Edwards wieder zusammen. Auf einer Tournee durch Japan starb Bernard Edwards im April 1996 in Tokio, mit 43 Jahren.

Tony Thompson starb 2003. Nile Rodgers führte Chic mit neuen Musikerinnen und Musikern weiter.

2013–heute

06 Was bleibt

2013 spielte Rodgers seine unverkennbare Gitarre auf „Get Lucky“ und weiteren Stücken von Daft Punk – ein Welthit, der eine neue Generation auf Chic aufmerksam machte.

2017 wurde Rodgers für seine Verdienste als Musiker in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, 2018 erschien das Chic-Album It’s About Time. Die Basslinie von „Good Times“ ist bis heute eine der meistzitierten der Popmusik.

Hörtipp

Risqué eignet sich perfekt für den Moment, in dem ein Abend vom Zuhören ins Tanzen kippen darf – „Good Times“ zuerst, dann einfach weiterlaufen lassen. Zur Album-Story →

Das Album bei Musik Ungestört

Weiterhören

Chic gemeinsam hören

Ein Album am Stück, vom Tonband, ohne Ablenkung – bei Ihnen vor Ort. Sagen Sie mir einfach, welches Album es sein soll.

Termin anfragen →

Ihnen ist ein Fehler in diesem Text aufgefallen? Melden Sie es mir – ich freue mich über jeden Hinweis.

← Alle Künstler · Alle Alben