Künstlerporträt
Iron Maiden
Eine Heavy-Metal-Band aus dem Osten Londons, die mit galoppierenden Rhythmen, doppelten Gitarren und langen Geschichten zur Institution wurde.
Iron Maiden gehören zu einer Welle junger britischer Bands, die um 1980 den Heavy Metal erneuerten. Ihr Klang ist unverwechselbar: der treibende Bass von Gründer Steve Harris, zwei Gitarren, die Melodien im Duett spielen, und Songs über Geschichte, Literatur und Filme. Dazu kommt Eddie, das Maskottchen, das jedes Cover ziert. The Number of the Beast machte die Band 1982 weltweit bekannt.
In diesem Porträt
1975–1980
01 Leyton
Der Bassist Steve Harris gründete Iron Maiden am Weihnachtstag 1975 in Leyton im Osten Londons. Den Namen hatte er einem Folterinstrument aus einer Verfilmung von Der Mann mit der eisernen Maske entnommen.
Nach vielen Umbesetzungen standen Sänger Paul Di’Anno und Gitarrist Dave Murray fest. Die Band wurde zur Speerspitze der „New Wave of British Heavy Metal“ und veröffentlichte 1980 ihr erstes Album. Im selben Jahr spielte sie im Vorprogramm von Judas Priest.
1981–1982
02 The Number of the Beast
Nach dem zweiten Album Killers holte die Band 1981 Bruce Dickinson von der Gruppe Samson als neuen Sänger. Seine kraftvolle, opernhafte Stimme eröffnete Steve Harris neue Möglichkeiten für längere, dramatischere Songs.
Anfang 1982 nahm die Band in nur fünf Wochen in den Battery Studios in London mit Produzent Martin Birch ihr drittes Album auf. Neben Harris, Dickinson und Murray spielten Adrian Smith an der Gitarre und Clive Burr am Schlagzeug. „Run to the Hills“ erzählt von der Vertreibung der amerikanischen Ureinwohner und wurde die erste Top-Ten-Single der Band, „Hallowed Be Thy Name“ beschließt das Album als lange Erzählung eines zum Tode Verurteilten.
The Number of the Beast erschien im März 1982 und stieg in Großbritannien auf Platz eins ein. In den USA protestierten religiöse Gruppen gegen Titel und Cover, was die Neugier eher noch steigerte. Das Album gilt heute als eines der wichtigsten des Heavy Metal.
1983–1990
03 Weltbühne
Ende 1982 übernahm Nicko McBrain das Schlagzeug. Mit Piece of Mind 1983 und Powerslave 1984 festigte sich die Besetzung, die bis heute als die klassische gilt.
Die World Slavery Tour führte die Band 1984 und 1985 auch hinter den Eisernen Vorhang und zum ersten Rock in Rio. Mit Somewhere in Time und Seventh Son of a Seventh Son experimentierten Iron Maiden mit Gitarrensynthesizern und einem Konzeptalbum.
1990–1999
04 Umbrüche
Adrian Smith verließ die Band 1990, Janick Gers kam als Gitarrist dazu. 1993 stieg auch Bruce Dickinson aus, um eigene Wege zu gehen.
Mit Blaze Bayley als Sänger entstanden zwei Alben, doch das Publikum wurde kleiner. 1999 kehrten Dickinson und Smith zurück – seither spielen Iron Maiden mit drei Gitarristen.
2000–heute
05 Was bleibt
Seit Brave New World von 2000 veröffentlicht die Band wieder regelmäßig Alben, zuletzt Senjutsu 2021. Auf Tourneen flog Bruce Dickinson, ausgebildeter Pilot, die Band zeitweise selbst im eigenen Flugzeug um die Welt.
Ende 2024 verabschiedete sich Nicko McBrain vom Tourleben, Simon Dawson übernahm auf der Bühne. 2025 feierte die Band ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Welttournee, und 2026 nahm die Rock and Roll Hall of Fame Iron Maiden in ihren neuen Jahrgang auf.
Hörtipp
The Number of the Beast will laut gehört werden, am besten in einer Runde, die Lust auf Energie hat – und bis zum Schluss bleibt, denn „Hallowed Be Thy Name“ ist das Finale. Zur Album-Story →
Das Album bei Musik Ungestört
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Judas Priest
British Steel
1980rund 36 Minuten
Iron Maiden spielten 1980 im Vorprogramm der British-Steel-Tournee von Judas Priest.
Zur Album-Story → -
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Metallica
1 Album auf dieser Seite
Metallica, groß geworden mit der britischen Metal-Welle um 1980, nahmen 2008 Iron Maidens „Remember Tomorrow“ für ein Tributalbum auf.
Zum Porträt →
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