Künstlerporträt
Rosalía
Eine Sängerin aus Katalonien, die Flamenco studiert hat, um ihn dann mit Pop, Hip-Hop und Klassik ganz neu zu erzählen.
Rosalía kommt vom Flamenco, einer Tradition mit strengen Formen und großer Ausdruckskraft. Sie hat ihn jahrelang gelernt und dann mutig mit Beats, elektronischen Klängen und Popmelodien verbunden. Ihr Album El Mal Querer machte sie 2018 über Spanien hinaus berühmt, spätere Platten wagten noch mehr: Reggaeton, Experiment, schließlich ein Orchester. Dabei bleibt ihre Stimme mit ihren Verzierungen und ihrer Präzision immer der Mittelpunkt.
In diesem Porträt
1992–2016
01 Flamenco lernen
Rosalía Vila Tobella wurde am 25. September 1992 geboren und wuchs in Sant Esteve Sesrovires auf, einem Ort in der Nähe von Barcelona. Als Jugendliche entdeckte sie den Flamenco, vor allem die Aufnahmen des Sängers Camarón de la Isla.
Sie nahm jahrelang Gesangsunterricht und studierte dann an der Musikhochschule Kataloniens in Barcelona. Nebenbei sang sie bei Tanzkursen, Hochzeiten und kleinen Konzerten.
2017
02 Los Ángeles
2017 erschien ihr erstes Album Los Ángeles, aufgenommen mit dem Gitarristen und Produzenten Raül Refree. Die beiden deuteten alte Flamencolieder neu, nur mit Stimme und Gitarre.
Das Album machte sie in Spanien bekannt, vor allem bei Menschen, die Flamenco sonst kaum hörten. Im selben Jahr schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung ab.
2016–2019
03 El Mal Querer
El Mal Querer begann als Abschlussprojekt ihres Studiums. Gemeinsam mit dem Produzenten El Guincho arbeitete sie ab Ende 2016 an den Liedern, vor allem in seiner Wohnung in Barcelona, mit Computer und Mikrofon statt großem Studio. Die Grundlage ist ein okzitanischer Roman aus dem 13. Jahrhundert, Flamenca, über eine eifersüchtige, zerstörerische Liebe. Jedes der elf Lieder ist ein Kapitel dieser Geschichte.
Das Album erschien am 2. November 2018. „Malamente“ verbindet Flamenco-Klatschen mit einem trockenen Beat, „Pienso en tu mirá“ und „Di mi nombre“ folgten als Singles. In „Bagdad“ klingt „Cry Me a River“ von Justin Timberlake an. El Mal Querer gewann 2019 den Latin Grammy als Album des Jahres und 2020 einen Grammy. In Spanien ist es das Album mit der längsten Zeit in den Charts.
2019–2022
04 Motomami
Rosalía zog nach Los Angeles und arbeitete mit vielen Musikern aus Pop und Hip-Hop. 2021 sang sie mit Billie Eilish das Duett „Lo Vas a Olvidar“.
Motomami erschien am 18. März 2022. Das Album springt zwischen Reggaeton, Balladen und Experiment, mit Stücken wie „Saoko“ und „La Fama“. Im Sommer 2022 folgte der Hit „Despechá“.
2023–heute
05 Lux
2023 sang sie mit Björk das Lied „Oral“. Am 7. November 2025 erschien Lux, aufgenommen mit dem London Symphony Orchestra. Rosalía singt darauf in vierzehn Sprachen über Heilige, Spiritualität und Verwandlung. In der ersten Single „Berghain“ sind Björk und Yves Tumor zu hören.
Mit jedem Album hat Rosalía ihren Klang neu erfunden, ohne den Flamenco hinter sich zu lassen. Sie hat gezeigt, dass eine alte Tradition im Pop der Gegenwart ganz selbstverständlich Platz findet.
Hörtipp
El Mal Querer ist kurz und erzählt eine durchgehende Geschichte – ideal für einen Abend, an dem man es einmal ohne Pause von Kapitel eins bis elf hört. Zur Album-Story →
Das Album bei Musik Ungestört
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Künstlerporträt
Björk
1 Album auf dieser Seite
Björk und Rosalía sangen 2023 gemeinsam „Oral“, und auf Rosalías Album Lux ist Björk erneut dabei.
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Künstlerporträt
Billie Eilish
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Mit Billie Eilish nahm Rosalía 2021 das zweisprachige Duett „Lo Vas a Olvidar“ auf.
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