Künstlerporträt
SZA
Eine R&B-Sängerin aus New Jersey, die ihre Zweifel, Sehnsüchte und Widersprüche so offen singt, dass eine ganze Generation sich darin wiederfindet.
SZA, mit bürgerlichem Namen Solána Rowe, singt über das, was man sonst nur Freundinnen erzählt: Unsicherheit, Eifersucht, Selbstzweifel, die Hoffnung auf etwas Besseres. Ihre Musik bewegt sich frei zwischen R&B, Hip-Hop, Pop und Gitarrenrock, ihre Stimme wechselt mühelos zwischen Gesang und Sprechgesang. Mit Ctrl wurde sie 2017 bekannt, mit SOS 2022 zu einem der größten Popstars ihrer Zeit. Dabei ist sie in ihren Texten immer die geblieben, die nicht genau weiß, ob sie das alles richtig macht.
In diesem Porträt
1989–2011
01 Maplewood
Solána Imani Rowe wurde am 8. November 1989 in St. Louis geboren und wuchs in Maplewood, New Jersey, auf. In der Schulzeit turnte sie, Musik war zunächst nur ein Hobby.
Sie studierte Meeresbiologie an der Delaware State University, brach das Studium aber vor dem Abschluss ab. Danach arbeitete sie in verschiedenen Jobs und begann, eigene Songs aufzunehmen.
2012–2016
02 Top Dawg
2012 erschien ihre erste EP See.SZA.Run im Internet, 2013 folgte S. Im Juli 2013 nahm sie das kalifornische Label Top Dawg Entertainment unter Vertrag, bei dem auch Kendrick Lamar war – als erste Frau.
Die EP Z von 2014 zeigte schon ihren eigenen, verträumten Klang. Sie schrieb auch für andere, etwa für Rihanna.
2017–2021
03 Ctrl
Ihr erstes Album Ctrl erschien am 9. Juni 2017 und stieg auf Platz 3 der US-Charts ein. Songs wie „Love Galore“, „The Weekend“ und „Drew Barrymore“ erzählen offen von Unsicherheit und Beziehungen. Ctrl brachte ihr fünf Grammy-Nominierungen, darunter als beste neue Künstlerin.
2018 sang sie mit Kendrick Lamar „All the Stars“ für den Film Black Panther, der Song wurde für den Oscar nominiert. Ihren ersten Grammy gewann sie 2022 für „Kiss Me More“ mit Doja Cat.
2020–2023
04 SOS
Fünf Jahre lang warteten Fans auf ein zweites Album. Mit „Good Days“ und „I Hate U“ gab SZA Vorgeschmack, aufgenommen wurde über Jahre in Los Angeles und in ihrem Haus in Malibu, mit Produzenten wie Babyface, Benny Blanco und Rodney Jerkins. Am 9. Dezember 2022 erschien SOS mit 23 Songs; das Cover zeigt sie auf einer Bootsplanke im offenen Meer, angelehnt an ein berühmtes Foto von Prinzessin Diana.
Das Album reicht von zartem R&B über Rap bis zu Pop-Punk-Gitarren. Phoebe Bridgers singt auf „Ghost in the Machine“, „Forgiveless“ verwendet Aufnahmen von Ol’ Dirty Bastard und Björk. SOS stieg auf Platz 1 der US-Charts ein und blieb dort insgesamt 13 Wochen, „Kill Bill“ wurde ihr erster Nummer-eins-Hit und „Snooze“ hielt sich das ganze Jahr 2023 in den US-Charts.
2024–heute
05 Was bleibt
Bei den Grammys 2024 war SZA die meistnominierte Künstlerin und gewann drei Preise, darunter den für das beste Progressive-R&B-Album. Im Dezember 2024 erschien die erweiterte Fassung Lana.
Im Februar 2025 stand sie bei Kendrick Lamars Halbzeitshow des Super Bowl mit auf der Bühne. Die gemeinsame Grand National Tour im selben Jahr wurde die erfolgreichste Doppel-Headliner-Tour aller Zeiten.
Hörtipp
SOS ist lang und abwechslungsreich – am besten an einem Abend, an dem man sich Zeit nimmt und das Album wie ein Tagebuch in einem Stück hört. Zur Album-Story →
Das Album bei Musik Ungestört
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Künstlerporträt
Kendrick Lamar
2 Alben auf dieser Seite
SZA und Kendrick Lamar sind Label-Kollegen bei Top Dawg, sangen gemeinsam „All the Stars“ und gingen 2025 zusammen auf Tournee.
Zum Porträt → -
Wu-Tang Clan
Enter the Wu-Tang (36 Chambers)
1993rund 58 Minuten
Auf „Forgiveless“, dem Eröffnungsstück von SOS, ist Ol’ Dirty Bastard zu hören, eines der Gründungsmitglieder des Wu-Tang Clan.
Zur Album-Story →
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