Künstlerporträt
Taylor Swift
Eine Songschreiberin, die vom Country zum Pop wechselte, ihre eigene Geschichte zum Thema machte und die Musikindustrie nach ihren Regeln spielte.
Taylor Swift schreibt seit ihrer Jugend Songs über ihr eigenes Leben, und ein riesiges Publikum ist mit ihr gewachsen. Sie begann als Countrysängerin in Nashville, wurde zum größten Popstar ihrer Generation und kämpfte öffentlich um die Rechte an ihren eigenen Aufnahmen. Ihre Stärke sind genaue Bilder und Details, die aus einem persönlichen Lied eine Geschichte machen, in der sich viele wiederfinden. Mit folklore zeigte sie 2020 eine leise, fast folkartige Seite, die viele überraschte.
In diesem Porträt
1989–2005
01 Pennsylvania und Nashville
Taylor Swift wurde am 13. Dezember 1989 in West Reading, Pennsylvania, geboren. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie auf einer Weihnachtsbaumfarm der Familie.
Schon als Kind trat sie auf, mit vierzehn zog die Familie nach Hendersonville bei Nashville. Nach einem Auftritt im Bluebird Café 2004 nahm sie Scott Borchetta für sein neues Label Big Machine unter Vertrag.
2006–2012
02 Country
Ihr erstes Album erschien im Oktober 2006, die meisten Songs hatte sie als Schülerin geschrieben. Fearless von 2008 mit „Love Story“ und „You Belong with Me“ machte sie auch außerhalb des Country bekannt und gewann 2010 den Grammy als Album des Jahres.
Speak Now schrieb sie 2010 komplett allein. Auf Red von 2012 wagte sie sich schon weit in den Pop hinein.
2014–2019
03 Pop
Mit 1989 vollzog sie 2014 den Wechsel zum Pop ganz, mit „Shake It Off“ und „Blank Space“. Das Album brachte ihr 2016 den zweiten Grammy als Album des Jahres.
Auf Reputation folgte der Wechsel zu Republic Records. 2019 wurden die Aufnahmen ihrer ersten sechs Alben ohne ihre Zustimmung weiterverkauft. Swift kündigte an, sie neu einzuspielen.
2020
04 folklore
Während des Lockdowns im Frühjahr 2020 schrieb Swift mit Aaron Dessner von The National und mit Jack Antonoff neue Songs, fast alles per Dateiaustausch aus der Ferne. Sie kündigte folklore erst am Vortag an, am 24. Juli 2020 erschien es. Statt Popproduktion gibt es Klavier, Akustikgitarre und Streicher, statt Tagebuch erfundene Figuren wie in „betty“ und „cardigan“.
In „exile“ singt sie im Duett mit Justin Vernon von Bon Iver, „the last great american dynasty“ erzählt vom Leben einer früheren Bewohnerin ihres Hauses in Rhode Island. folklore war das meistverkaufte Album des Jahres 2020 in den USA und gewann 2021 den Grammy als Album des Jahres – als erste Frau erhielt sie diesen Preis damit zum dritten Mal. Im Dezember folgte mit evermore ein Schwesteralbum.
2021–heute
05 Eras
Ab 2021 erschienen die Neuaufnahmen unter dem Zusatz „Taylor’s Version“. Midnights brachte ihr 2024 den vierten Grammy als Album des Jahres. Die Eras Tour von März 2023 bis Dezember 2024 wurde die umsatzstärkste Konzertreise der Geschichte.
Im Mai 2025 kaufte sie die Rechte an ihren frühen Aufnahmen zurück. Im Oktober 2025 erschien The Life of a Showgirl.
Hörtipp
folklore passt zu einem ruhigen Herbstabend. Am besten mit einem Blick in die Texte, denn die Geschichten der Figuren greifen über mehrere Songs ineinander. Zur Album-Story →
Das Album bei Musik Ungestört
Weiterhören
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The National
Boxer
2007rund 43 Minuten
Aaron Dessner von The National schrieb und produzierte einen Großteil von folklore mit Taylor Swift.
Zur Album-Story → -
Bon Iver
For Emma, Forever Ago
2007rund 37 Minuten
Justin Vernon, der Kopf von Bon Iver, singt auf folklore im Duett „exile“.
Zur Album-Story →
Taylor Swift gemeinsam hören
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