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Künstlerporträt

Prince

Ein Musiker aus Minneapolis, der fast jedes Instrument selbst spielte und Funk, Rock und Pop zu seinem eigenen Klang verschmolz.

Prince konnte Gitarre spielen wie Jimi Hendrix, tanzen wie James Brown und Songs schreiben, die andere zu Welthits machten. Er nahm unzählige Stücke allein auf, spielte alle Instrumente und produzierte selbst. Seine Musik war verspielt, sinnlich und rebellisch, und er kämpfte zeitlebens um die Kontrolle über seine Arbeit. Purple Rain machte ihn 1984 zum Weltstar.

In diesem Porträt

  1. 01Minneapolis 1958–1977
  2. 02Der Minneapolis-Sound 1978–1983
  3. 03Purple Rain 1983–1984
  4. 04Paisley Park 1985–1992
  5. 05Der Kampf um die Musik 1993–2016
  6. 06Was bleibt 2016–heute

1958–1977

01 Minneapolis

Prince Rogers Nelson wurde am 7. Juni 1958 in Minneapolis geboren. Sein Vater war Jazzpianist. Prince brachte sich früh Klavier, Gitarre und Schlagzeug selbst bei.

Mit 19 Jahren unterschrieb er bei Warner Bros. einen Vertrag, der ihm als jungem Newcomer ungewöhnlich viel Freiheit ließ: Er durfte seine Platten selbst produzieren.

1978–1983

02 Der Minneapolis-Sound

Auf seinem ersten Album For You spielte er 1978 alle Instrumente selbst. Mit Dirty Mind fand er 1980 einen rohen, knappen Klang aus Synthesizern, Funk und New Wave, der als Minneapolis-Sound bekannt wurde.

Das Doppelalbum 1999 brachte 1982 mit „Little Red Corvette“ und dem Titelsong den großen Durchbruch in den USA.

1983–1984

03 Purple Rain

Cover von Purple Rain
Purple Rain · 1984

Mit seiner Band The Revolution, zu der Wendy Melvoin und Lisa Coleman gehörten, bereitete Prince einen Film und ein Album vor. Das Titelstück „Purple Rain“ wurde im August 1983 bei einem Konzert im Club First Avenue in Minneapolis aufgenommen.

Film und Album erschienen im Sommer 1984. „When Doves Cry“, ein Hit ganz ohne Basslinie, und „Let’s Go Crazy“ standen an der Spitze der Charts. Eine Zeit lang hatte Prince in den USA gleichzeitig das Nummer-eins-Album, die Nummer-eins-Single und den erfolgreichsten Film. 1985 gewann er einen Oscar für die Filmmusik.

1985–1992

04 Paisley Park

Es folgten Parade und das Doppelalbum Sign o’ the Times, das viele für sein bestes hält. In Chanhassen bei Minneapolis baute er sein eigenes Studio- und Wohnhaus, Paisley Park.

Prince schrieb auch für andere: „Nothing Compares 2 U“ wurde durch Sinéad O’Connor ein Welthit, „Manic Monday“ durch die Bangles.

1993–2016

05 Der Kampf um die Musik

Im Streit mit seiner Plattenfirma ersetzte er 1993 seinen Namen durch ein unaussprechliches Symbol. Später veröffentlichte er Musik auf eigene Faust und über das Internet, lange bevor das üblich war.

2004 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. 2007 spielte er in der Halbzeitshow des Super Bowl im strömenden Regen „Purple Rain“ – einer der berühmtesten Auftritte dieser Show.

2016–heute

06 Was bleibt

Prince starb im April 2016 in Paisley Park. Das Anwesen ist heute ein Museum.

In seinem Archiv fanden sich Tausende unveröffentlichte Aufnahmen, die nach und nach erscheinen.

Hörtipp

Purple Rain funktioniert als Party und als Konzert: Die erste Seite reißt mit, das Titelstück am Ende sollte man auf keinen Fall vorzeitig abbrechen. Zur Album-Story →

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