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Künstlerporträt

Led Zeppelin

Die Band, die den Blues so laut und schwer machte, dass daraus Hard Rock wurde.

Led Zeppelin haben in zwölf Jahren acht Studioalben veröffentlicht und dabei fast alles festgelegt, was Hard Rock bis heute ausmacht: das schwere Schlagzeug, die Gitarrenriffs, die hohe, klagende Stimme. Gleichzeitig liebten sie akustische Folkmusik und Klänge aus Nordafrika und Indien. Singles veröffentlichten sie in Großbritannien fast nie – sie glaubten an das Album als Ganzes.

In diesem Porträt

  1. 01Yardbirds 1962–1968
  2. 02Die ersten beiden Alben 1969
  3. 03Wales 1970
  4. 04Led Zeppelin IV 1971
  5. 05Swan Song 1972–1980
  6. 06Nach Led Zeppelin 1980–heute

1962–1968

01 Yardbirds

Jimmy Page war in den Sechzigern einer der gefragtesten Studiogitarristen Londons und spielte auf unzähligen Aufnahmen anderer Künstler. Ab 1966 war er Gitarrist der Yardbirds, einer der wichtigsten britischen Bluesrockbands.

Als die Yardbirds 1968 zerfielen, suchte Page neue Musiker: den Sänger Robert Plant, den Schlagzeuger John Bonham und den Bassisten und Keyboarder John Paul Jones. Nach einer ersten Tour als New Yardbirds nannten sie sich Led Zeppelin.

1969

02 Die ersten beiden Alben

Das erste Album nahmen sie in wenigen Tagen auf. Es erschien im Januar 1969 und klang schwerer als alles, was man bis dahin gehört hatte.

Im Herbst folgte Led Zeppelin II mit „Whole Lotta Love“. Das Riff wurde zu einem der bekanntesten der Rockgeschichte, der Text ging auf einen Blues von Willie Dixon zurück, was erst Jahre später geregelt wurde.

1970

03 Wales

Page und Plant zogen sich 1970 in ein abgelegenes Cottage in Wales zurück, Bron-Yr-Aur, und schrieben dort viele akustische Songs. Led Zeppelin III überraschte deshalb mit Folk und Gitarren ohne Verstärker.

Die Kritik reagierte zunächst verhalten. Heute gilt das Album als Beweis dafür, wie vielseitig die Band war.

1971

04 Led Zeppelin IV

Cover von Led Zeppelin IV
Led Zeppelin IV · 1971

Das vierte Album entstand großteils in Headley Grange, einem alten Armenhaus in Hampshire, mit dem mobilen Aufnahmestudio der Rolling Stones vor der Tür. Für „When the Levee Breaks“ stellten sie Bonhams Schlagzeug in die Eingangshalle mit ihrem gewaltigen Hall.

Die Platte erschien im November 1971 ohne Titel und ohne Bandnamen auf dem Cover, nur mit vier Symbolen. Darauf stehen „Black Dog“, „Rock and Roll“ und „Stairway to Heaven“. Bei „The Battle of Evermore“ singt Sandy Denny mit, die einzige Gastsängerin auf einem Album der Band.

1972–1980

05 Swan Song

Es folgten Houses of the Holy und das Doppelalbum Physical Graffiti. Die Band gründete ihr eigenes Label Swan Song und spielte in den USA vor immer größerem Publikum.

John Bonham starb im September 1980. Im Dezember erklärten die drei anderen, dass es Led Zeppelin ohne ihn nicht weitergehen könne.

1980–heute

06 Nach Led Zeppelin

Page, Plant und Jones machten weiter Musik, jeder für sich und zeitweise gemeinsam. 1995 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Im Dezember 2007 spielten Led Zeppelin in London ein einziges großes Konzert, mit Bonhams Sohn am Schlagzeug. Um Karten bewarben sich rund zwanzig Millionen Menschen.

Hörtipp

Led Zeppelin IV verlangt Lautstärke und eine Anlage, die das Schlagzeug von John Bonham aushält. „When the Levee Breaks“ am Ende der zweiten Seite ist dafür der beste Test. Zur Album-Story →

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